Asthma bronchiale
Beim Asthma bronchiale (Bronchialasthma, oft kurz Asthma, griechisch: Atemnot) handelt es sich um ansatzweise auftretende Atemnot, die durch ganz oder teilweise reversible Atemwegsobstruktionen eintritt. Das Asthma bronchiale betrifft circa 1 bis 2% der Erwachsenen und 2 bis 4% der Kinder. Der Status asthmaticus ist das schwerste Bild des Asthma bronchiale und zeichnet sich durch über sechs bis 12 Stunden andauernden Asthmaanfall aus.
Am Asthma bronchiale wird zwischen zwei Hauptarten unterschieden. Beim häufiger auftretenden nicht-allergischen Asthma (instrinsic Asthma, Infektasthma), lösen Inhalation atemwegsreizender Substanzen, psychische Faktoren wie beispielsweise Stress, körperliche Anstrengungen oder Infekte die Anfälle aus. Dabei sind Mischformen sehr häufig. Beim exogen-allergischen Asthma (extrinsic Asthma) handelt es sich um eine allergische Typ I-Reaktion beispielsweise gegen Tierhaare, Nahrungsmittel, Pollen oder Hausstaubmilben.
Dem atopischen Formenkreis ist diese Form des Asthma zuzurechnen. Für weitere atopische Erkrankungen ist die Eigenen- oder Familienanamnese häufig positiv. Der Atemnotanfall mit erschwerter unveränderter Ausatmung und pfeifenden, brummenden und giemenden Geräuschen ist das Leitsymptom des Asthma bronchiale. Der Patient hat vor allem zu Anfallsbeginn Husten. Gequält wird er dabei von Erstrickungs- und Todesängsten.
Zähen, glasigen Schleim hustet der Patient meistens am Ende des Anfalls aus. Eine typische Asthmatikerstellung nehmen fast alle Patienten während des Anfalls ein. Sie sitzen dann aufrecht mit vornüber gebeugtem Oberkörper und sprechen nur ganz leise nach der Ausatmung. Der Gebrauch der Atemwegsmuskulatur, vermindertes Atemgeräusch, Zyanose, verlangsamte und unregelmäßige Atmung sind Alarmsymptome für Asthma bronchiale. Der Patient hat oft einen paradoxen Puls, was bedeutet, dass der systolische Blutdruck während der Atmung niedriger ist als bei der Ausatmung.
Diese medizinische Info darf nicht als Ersatz für eine Beratung von einem Arzt angesehen werden. Dieser Inhalt darf nicht für eine Selbstdiagnose erstellt werden. Das gilt naürlich auch für eine Selbstbehandlung.